Kurzbeschreibung:

Kürzlich habe ich irgendwo gelesen "Barfuß laufen - Füße sind die besseren Schuhe". Und da ist was dran.

Ich gebe zu, am Anfang ist es ungewohnt, manchmal stachelt es auch an den Fußsohlen ;) . Aber wie bei allem gewöhnt sich der Körper tatsächlich daran.

Das Barfußgehen hat Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat, nicht nur auf die Fußgelenke. Es kräftigt die Fußmuskulatur, Sehnen und Bänder, bis hin zu den Waden und der Oberschenkelmuskulatur. Das Fußgelenk wird stabilisiert und das Verletzungsrisiko vermindert. Außerdem - und das habe ich selbst erlebt - hilft es auf natürliche und kostenlose Weise, einen schmerzhaften Fersensporn bzw. überanspruchte Sehnen und Bänder an den Fußsohlen und Fersen zu heilen. Durch das Laufen ohne Schuhe haben wir direkten Kontakt zur Erde mit den verschiedensten Untergründen wie weiches Laub und Moos, Wiese, Waldboden, Erdboden, aber auch Sand, Steine und Felsen. Es "erdet" uns sozusagen.

Sicher kommt jetzt die Frage nach der Hornhaut. Hier kann ich mit Sicherheit sagen, dass Barfußlaufen keine Hornhaut macht, aber die Füße werden unempfindlicher gegen Hitze, Kälte oder Schmerzen. Das liegt aber nicht an dickerer Hornhaut, sondern an der zunehmenden Fettschicht in der Unterhaut. Hornhaut entsteht vor allem durch konstante Reibung im Schuh. Und die haben wir beim Barfußlaufen nicht. Im Gegenteil, die störende Hornschicht wird sogar weniger und die Fußsohlen werden durch den permanent wechselnden Untergrund massiert. Barfußlaufen ist Fußpflege pur :)

Beim Barfußlaufen verbrennen wir fast doppelt so viel Kalorien auf derselben Strecke wie in Schuhen. Auch das habe ich mehrfach ausprobiert und gemessen und kann dies guten Gewissens bestätigen. Aber woran liegt das? Nu ja, wenn die Füße in Schuhen stecken, werden die Muskeln, Sehnen und Bänder weniger stark gefordert (so bekommt man übrigens auch "durchgetretene Füße") . Beim Barfußgehen leistet der Fuß ständig Arbeit, Muskeln werden gestärkt und aufgebaut, die gesamte Körpermuskulatur wird beansprucht und braucht weitaus mehr Energie als beim Laufen in Schuhen. Und ganz nebenbei ist mir aufgefallen, dass ich beim Barfußgehen noch nie umgeknickt bin. 

Klingt doch ganz gut, oder?

Also, wer es gerne probieren möchte, dem gebe ich gerne etwas Schützenhilfe.

Für die Anfänger: Auf ausgesuchten Strecken steigen wir langsam ein und gewöhnen unsere Füße an verschiedene Untergründe. Zwischendurch gibt es immer wieder Beweglichkeits- und Koordinierungsübungen. Es wäre völlig falsch, gleich von Schuhen auf nackte Füße umzusteigen. Immerhin stecken die Füße Jahre, Jahrzehnte fast immer nur in Schuhen, also müssen sie langsam ans Laufen ohne Schuhe gewöhnt werden. Sobald es zu viel oder zu schmerzhaft wird, dürfen die Schuhe wieder angezogen werden.

Für Fortgeschrittene: Auf längeren Strecken und verschiedenen Untergründen erkunden wir barfuß den Wald. Nebenbei erfahren Sie viel Wissenswertes über den Wald und dessen Einfluss auf unsere Gesundheit. Selbstverständlich können auch hier die Schuhe jederzeit wieder angezogen werden.

Denken Sie daran: gehen Sie nur barfuß, solange es Ihnen gut tut.

 

Wichtiger Hinweis: Menschen mit Diabetes oder Arthrose sollten nur mit unbedingter Rücksprache des behandelnden Arztes dieses Angebot wahrnehmen.

Bei Diabetes kann es zum sogenannten "Diabetischen Fußsyndrom" kommen. Es handelt sich dabei um eine Schädigung der Nervenfasern der Füße und die Reizweiterleitung ans Gehirn funktioniert nur eingeschränkt. Schmerzen oder gar Verletzungen an den Füßen werden spät oder gar nicht bemerkt. Da Wunden bei Diabetikern langsamer heilen, sollte das also lieber vermieden werden.

Bei Arthrose kann die höhere Belastung der Füße dazu führen, dass sich die krankheitsbedingten Schmerzen verschlimmern. Also auch hier ist es besser, vorneweg mit dem Arzt zu sprechen.

 

Gern kann ich die Veranstaltung auch bei leichtem Nieselregen durchführen. Das ist noch mal ein ganz anderes Erlebnis mit erhöhter Aufmerksamkeit.

 

Ort:   Je nach Beschaffenheit der Wege entweder rund um die Talsperre Einsiedel oder Einsiedler Niederwald.

 

Termine:

 

Bitte kontaktieren Sie mich für eine individuelle Terminvereinbarung.

 

 

Preis pro Person:  39,00 €

Mindestteilnehmerzahl:  3 / max. 12 Personen

Anmeldung:

Telefonisch, per Whatsapp, Mail oder mit dem Kontaktformular.

 

Anforderungen*:

  • wettergerechte Kleidung (Zwiebelprinzip)
  • gutes Schuhwerk für die Strecken, die wir nicht barfuß gehen
  • Rucksack mit Getränk und Snack
  • Zecken- und Sonnenschutz
  • kleines Handtuch oder feuchte Reinigungstücher für die Füße

 

 

Wichtige Hinweise:
Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, mit Ausnahme bei Sturm- und Unwetterwarnungen, bei extrem starken Regen sowie bei vorübergehenden Sperrungen aufgrund von Forstarbeiten oder Jagdbetrieb. Das Mitbringen von Hunden zur Veranstaltung ist leider nicht möglich.

Mein Waldbaden- Angebot soll der Stressreduzierung dienen und die Möglichkeit geben,
den Wald auf eine ganz neue oder andere Weise zu erleben, ersetzt aber keinen Arzt oder Therapeuten!

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der Rubrik „Waldbaden“

* Bitte achten Sie auf wettergerechte Kleidung (Zwiebelprinzip). Im Wald kann es oft einige Grad kälter sein, wir gehen sehr langsam und bleiben auch oft stehen.
Tragen Sie festes Schuhwerk, am besten leichte Wanderschuhe, die auch mal nass werden dürfen (je nach Witterung) nehmen Sie einen kleinen Rucksack mit Getränk und kleinem Pausensnack für Zwischendurch mit, evtl. auch ein kleines Handtuch oder Sitzunterlage.

Denken Sie an Zecken- und Sonnenschutz nach Bedarf. Bitte vergessen Sie ggf. notwendige Medikamente, Antiallergika etc. nicht, falls Sie diese immer mitführen müssen.